Gesprächstherapie

Psychische Erkrankungen gehören ausschließlich in das Aufgabenfeld der heilkundlichen Psychotherapie und Medizin.

Die Gesprächstherapie, auch klientenzentrierte oder personenzentrierte Therapie genannt, ist eine der häufigsten Formen der Psychotherapie. 

In der Gesprächstherapie geht es darum, sich selbst besser kennenzulernen, problematische Denkmuster aufzudecken und sich dadurch weiterzuentwickeln.  

In der Gesprächstherapie stellen Sie Ihre persönlichen Themen vor und besprechen diese. 

So lernen Sie, Ihre Empfindungen offen und souverän zu benennen. Ohne Störungen nähern Sie sich Ihren Empfindungen, Gedanken und Zielen. In der Gesprächstherapie werden Ihre Gedanken, Ideen oder Zukunftspläne präzisiert. Dabei begleite ich Ihren Selbsterfahrungsprozess. 



Das Menschenbild der Gesprächstherapie geht davon aus, dass der Mensch eine angeborene „Selbst-Verwirklichungs-“ und „-Vervollkommnungstendenz“ (Aktualisierungstendenz) besitze, die, unter günstigen Umständen, für eine Weiterentwicklung und Reifung der Persönlichkeit sorge. Patienten tragen alle Potentiale zur Heilung in sich und sind selbst am besten in der Lage, ihre persönliche Situation zu analysieren und Lösungen für ihre Probleme zu erarbeiten. Ausgehend von diesem humanistischen Menschenbild folgerte der Begründer der Gesprächstherapie Carl R. Rogers, Psychotherapie müsse ein günstiges Klima für den ungestörten Wachstumsprozess schaffen. 

Das Erlebnis der bedingungslosen Annahme in der Gesprächstherapie ist es, die einen Verlauf der Genesung bewirkt, an dessen Ende ein befreiter Zugang zu den eigenen Empfindungen und eine adäquate Idee von der eigenen Persönlichkeit stehen: eine Persönlichkeit, die der Patient gewahr werden, akzeptieren und vorbehaltlos „leben“ will. 

Der Ablauf der Sitzungen

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  • Zum gegenseitigen Kennenlernen und Informationsaustausch treffen wir uns zu einem Erstgespräch, um Ihr Anliegen zu klären. Diese psychologische Exploration dient dazu,  anschließend meinerseits eine Auswertung vorzunehmen. Für diesen Ersttermin - mit ausführlichem Vorgespräch, Beratung, psychologischer Exploration und Auswertung (Dauer ca. 1½ Stunde) berechne ich 90 Euro.
  • Die Voraussetzung für eine gute Zusammenarbeit sind Vertrauen und Transparenz.    
  • Nach dem Erstgespräch schließen wir  einen Behandlungsvertrag. Dieser regelt die weitere Vorgehensweise, wie z. B. die Behandlungstermine, Zeiten und die voraussichtliche Dauer der Sitzungen sowie das zu zahlende Honorar. Der Vertrag garantiert Ihnen meine generelle der Schweigepflicht. 
  • Die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) oder Beihilfestellen arbeiten nur mit Vertragspraxen (z. B. vom Fachärzten für Psychotherapie, Psychologischen Psychotherapeuten) zusammen. Da ein Heilpraktiker jedoch freiberuflich arbeitet, fällt er nicht unter diese Kategorie. Daher kann hier keine Kostenübernahme durch die GKV erfolgen. PKV-Mitglieder haben hingegen die freie Wahl, zu welchem Mediziner sie in Behandlung gehen möchten. 
  • Die Lösung Ihrer Konflikte liegen in Ihnen selbst. Eine wirksame und erfolgreiche Therapie setzt die Mitwirkung des Patienten voraus. Patientenwerden über ihre aktive Mitwirkungspflicht informiert und verpflichten sich, alles zu tun, um die erfolgreiche Therapie zu ermöglichen.
  • Die Arbeit ermöglicht es Brücken zwischen Körperbewusstsein, seelischem und geistigem Bewusstsein zu überqueren. So ist es bisweilen möglich, eine Selbstheilung zu erzielen.
  • Einige Übungen aus der Psychotherapie können später zu Hause weitergeführt werden.
  • Es hat sich bewährt, Termine im wöchentlichen Rhythmus zu vereinbaren, damit Sie zwischen den Terminen genug Zeit haben das Erlebte und Besprochene zu verarbeiten und das Erlernte einzuüben und umzusetzen.
  • Je Termin finden 2 Sitzungen à 30 Minuten statt.


Das Geschehen während einer Psychotherapie hängt von der konkret angewandten Methode ab. Neben verhaltenstherapeutische und psychodynamische orientierte Methoden und Techniken kommt insbesondere die klientenzentrierte Gesprächstherapie zum Einsatz.

Die klientenzentrierte Gesprächstherapie nach Carl Rogers geht davon aus, dass keiner besser weiß, was ihm guttut und für ihn notwendig ist als der Betroffene selbst. Wir können einander also nicht beibringen, was für uns gut ist. Nicht mit noch so durchkonstruierten Techniken. Aber wir können einander dabei unterstützen, es selbst herauszufinden.

Die Gesprächstherapie geht also davon aus, dass jeder Mensch die Fä­higkeiten be­sitzt, sich kon­struktiv, also zum für ihn Positiven hinzuentwickeln, um selbstver­antwortlich seine Proble­me zu lö­sen - sich also selbst zu verwirklichen. Vorausset­zung dafür ist aber auch, dass die Per­son in Bezie­hungen tritt, in denen es möglich ist, sich so zu zeigen und so zu sein, wie sie in Wahrheit ist. Hierbei hilft die Gesprächstherapie. In dieser Zusammenarbeit erleben Patienten immer mehr von ihren vorhandenen Optionen, Fähigkeiten und Ressourcen zu entdecken und diese zu nutzen. 


Die Gesprächstherapie findet immer auf Augenhöhe mit dem Patienten statt. Der Heilpraktiker für Psychotherapie und der Patient sind gleichwertige Persönlichkeiten und suchen gemeinsam nach Klärung und Lösungsmöglichkeiten für die bestehenden psychischen Probleme.

Eine förderliche Psychotherapie nimmt den unterbrochenen Entwicklungsprozess im Sinne des lebenslangen Lernens wieder auf und führt ihn weiter. Aus empirischen Studien kann abgeleitet werden, dass Probleme und Krisen die Entstehung von psychischen Störungen und körperlichen Erkrankungen begünstigen können.

In Kürze: Wann wird  Gesprächstherapie genutzt

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Die Gesprächspsychotherapie (umgangssprachlich auch Gesprächstherapie) oder klientenzentrierte Gesprächspsychotherapie (auch personzentrierte Psychotherapie nach) ist ein Psychotherapieverfahren der Humanistischen Psychologie, die auf Konzepte des US-amerikanischen Psychologen und Psychotherapeuten Carl Rogers (1902–1987) zurückgeht. Oft wird die Frage gestellt: Was unterstützt die Gesprächstherapie? 
Im Mittelpunkt meiner psychotherapeutischen Tätigkeit stehen:

  • Ängste (dazu gehören Panikattacken, Krankheitsängste, soziale Phobien, spezifische Phobien z.B. Tierphobie, Agoraphobie) 
  • Anpassungsstörungen 
  • Zwänge dazu gehören Zwangsgedanken und/oder Zwangshandlungen wie z.B. Ordnungszwang, Waschzwang, Zählzwang) 
  • Depressionen (anhaltendes Gefühl von Niedergeschlagenheit, Antriebslosigkeit und Freudlosigkeit) 
  • Burn-out
  • Somatoforme Störungen und Somatisierungsstörungen
  • Persönlichkeitsstörungen (z.B. Borderline-Persönlichkeitsstörung) 
  • Schlafstörungen (z.B. Insomnie, Hypersomnie) 
  • Sinnkrisen 


Zunehmend wird die heilkundliche Psychotherapie von Heilpraktikern auch zur Klärung und Aufarbeitung existenzieller Sinn-Fragen aufgesucht. 
In diesem Zusammenhang kann inzwischen auch auf fundierte Forschungsergebnisse, wie sie durch Abraham Maslow erarbeitet wurden, zurückgegriffen werden. Nach Maslow beschäftigt sich nur ein geringer Prozentsatz der Weltbevölkerung intensiv mit der Selbstverwirklichung und der Frage nach dem Glück, er schätzt den Anteil auf etwa 2 %. Der Großteil ist mit der Sicherung der Grundbedürfnisse beschäftigt. In den westlichen Gesellschaften haben die meisten Menschen zwar ihre Grund- und Sicherheitsbedürfnisse gedeckt, dennoch tauchen auch hier psychologische Probleme auf, meist in Verbindung mit den Bereichen Liebe, Anerkennung und Selbstachtung. 

Wo hilft Geprächstherapie

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Mögliche Ziele der Gesprächstherapie sind die Behandlung von Ängsten, Paniken, Phobien, Depressionen, Zwängen, Burn-out, Lebenskrisen wie z. B. Trauer, Trennung, die Klärung von unklaren persönlichen oder sozialen Rollen sowie das Erlernen von entsprechenden Maßnahmen, somatoforme Störungen und psychosomatischen Störungen.

Mit Somatoformen oder funktionellen körperlichen Störungen werden körperliche Beschwerden bezeichnet, die nicht auf eine organische Krankheit zurückgehen und von denen man annimmt, dass sie seelisch verursacht sind, beispielsweise durch hohe seelische Anspannung, Stresserleben oder zwischenmenschliche Konflikte. 


Die Lehre der Psychosomatik bezieht sich auf den Zusammenhang zwischen somatischen (körperlichen) Störungen, Symptomen oder Krankheitsbildern und der Psyche wie z. B.  Kopfschmerzen und Migräne, Rücken-, Nacken- oder Schulterschmerzen, Verdauungsbeschwerden wie Verstopfung, Durchfall, Übelkeit, Erbrechen, Magenschmerzen, Reizdarmsyndrom, Schlafstörungen.


Es wird angenommen, dass die Psyche starken Einfluss auf den Verlauf von verschiedenen Krankheitsbildern hat, manche sogar erst hervorrufen kann. 


Gesprächstherapie hilft aber auch bei Entscheidungsschwierigkeiten von als ethisch oder moralisch unklar empfundenen psychischen Problemlagen, von Fragen zur Lebensänderung, zur allgemeinen beruflichen oder familiären Neuorientierung. 
Probleme am oder mit dem Arbeitsplatz wie z. B. Mobbingerlebnisse können ebenso Gegenstand der heilkundlichen Psychotherapie sein.

Gesprächspraxis

für Psychotherapie nach dem Heilpraktikergesetz 

Alexander B. Schadow

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