Supervision

Die typgerechte Supervision 

Die typgerechte Supervision ist eine Beratungsmethode, die zu Sicherung und Verbesserung der Qualität der beruflichen Arbeit eingesetzt wird. Sie trägt zur beruflichen Rollendefinition und Selbsterfahrung bei. Dadurch können individuelle Probleme und Fragestellungen der beruflichen Tätigkeit völlig neu betrachtet werden.

Die Supervisoren erfüllen die Standards für Supervisoren, die der VDKT als zuständiger Berufsverband für den kulturpädagogischen bzw. kunsttherapeutischen, die AGAHP für den heilkundlichen Bereich festgelegt haben.

"Finde heraus, was gut funktioniert und passt - und tu mehr davon!" 

Steve de Shazer 

Die berufsorientierte Selbsterfahrung

Die Supervision begleitet die Studierenden und Therapeuten, um sie bei der Definition und Verwirklichung beruflicher Zielvorstellungen zu unterstützen. Hier geht es um die Bearbeitung von Schwierigkeiten und Problemen, die sich aus der beruflichen Interaktion (z. B. zwischen Coach oder Therapeut und Klient) ergeben. 

Die Supervision darf ausschließlich von supervisionserfahrenen Personen mit z. B. gruppendynamischen, pädagogischen und/oder therapeutischen Qualifikationen durchgeführt werden, um den komplexen Lern- und Selbsterfahrungsprozess anzuleiten, zu begleiten und zu beraten können.

Ablauf einer Supervision
in der Gesprächspraxis

Die typgerechte Supervision ist ein Gespräch zwischen zwei oder mehreren Menschen, das Klarheit in eine bestimmte Situation bringen soll. Die Gesprächspartner sind

a) eine neutrale Person als Supervisor, der es gelingt, die Situation zu "überblicken" und

b) eine oder mehrere in die Situation verwickelte Person(en) als Supervisand(en), die durch den Austausch Überblick bekommen will bzw. wollen.

Nach erfolgreicher Supervision kann auch eine Beratung/Therapie, die ins Stocken geraten ist, dank Bewusstwerden blinder Flecken aufseiten des Supervisanden wieder in Fluss kommen. Die Supervision findet in der Gesprächspraxis bei einem persönlichen Treffen in Einzel- oder Gruppensitzungen statt.


Was ist Selbsterfahrung durch Supervision 

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  • Supervision ist eine Beratungsmethode, die zur Sicherung und Verbesserung der Qualität beruflicher Arbeit eingesetzt wird. 
  • Supervision bezieht sich dabei auf psychische, soziale und institutionelle Faktoren. 
  • Dabei hat Supervision Szenen, Probleme und Konflikte aus dem beruflichen Alltag zu bearbeiten.
  • Typgerechte Supervision berücksichtigt die unterschiedlichen Naturelltypen des Supervisanden und seiner Klienten entsprechend der Psychographischen Typanalyse.

Ziele der Selbsterfahrung / Supervision

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1) Allgemeine Verbesserung der (Praxis -) Arbeit;

2) Erhöhung der beruflichen Kompetenz;

3) Auseinandersetzung mit der beruflichen Rolle;

4) Auseinandersetzung mit den Zielen und Ansprüchen des Arbeitgebers;

5) Auseinandersetzung mit der beruflichen Identität;

6) Auseinandersetzung mit der Sinnhaftigkeit des eigenen Tuns;

7) Auseinandersetzung mit und Klärung von berufsethischen Fragen;

8) Auseinandersetzung mit beruflichen Perspektiven;

9) Verbesserung der Kooperation mit den Mitarbeitern bzw. Vorgesetzten;

10) Verminderung von persönlichen Problemen durch Psycho- und Sozialhygiene;

11) Möglichkeit zur Regeneration;

12) Auseinandersetzung mit der Loyalitätsfrage;

13) Überprüfung der eigenen Fachkompetenz;

14) Auseinandersetzung mit Macht- und Interessenfragen;

15) Supervision als Lerninstrument;

16) Supervision als Hilfe zur Selbsthilfe;

17) Klärung von Statusfragen;

Formen der Supervision

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  • In der Einzelsupervision bespricht ein Supervisand seine beruflichen Problemlagen mit einem erfahrenen Supervisor. 
  • In der Gruppensupervision treffen sich Supervisanden aus unterschiedlichen Institutionen und oft auch aus unterschiedlichen Berufsfeldern und tauschen sich über ihre Probleme aus, unter Anleitung eines Supervisors. 
  • In der Teamsupervision steht der Umgang der Teammitglieder untereinander im Vordergrund. 
  • In der Fallsupervision treffen sich Vertreter verschiedener Professionen oder Mitglieder eines Teams, um den Umgang mit einem bestimmten Patienten zu besprechen. Ziele sind Entlastung der Betreuenden und Verbesserung der Betreuung. 
  • In der Lehrsupervision, die teils einzeln, teils in Gruppen zu absolvieren ist, werden Probleme der Studierenden im Umgang mit ihren Fällen besprochen. Angehende Supervisoren lernen und üben dabei die Methode der Supervision. 
  • In analytischen Balint-Gruppen besprechen Ärzte, Pfleger, Sanitäter, Therapeuten (oder, Vertreter anderer Professionen mit Belastungssituationen) anhand eigener Fallgeschichten ihre Beziehung zu Patienten (und lernen dabei auch über sich selbst).
  • In der kunsttherapeutischen Supervision sprechen Kunsttherapeuten und angehende Kunsttherapeuten über ihre persönlichen Erfahrungen mit Klienten und Institutionen aus. Häufig kommen während der Gespräche auch Medien zum Einsatz, um die Situationen zu veranschaulichen und sinnlich erfahrbar zu machen.